Blue Merle..

.. aber die sind doch alle krank hat Martin Rütter gesagt.

In seiner Sendung "Martin Rütter - Die Welpen kommen" vom 10. Januar 2021 hat Martin Rütter blue merle Collie Rüden "Einstein" zum Anlass genommen, die Farbe blue merle zu kritisieren. Es fielen leider pauschal Aussagen wie "diese Farbe bringt eine Reihe genetischer Erkrankungen mit".

Wir möchten einmal erklären, wie sich das blue merle bei der Rasse Collie Langhaar auswirkt. Denn wenn man mit dem Merle Gen falsch züchtet, dann hat der Herr Rütter recht und es kann genetische Fehler mit sich bringen. Der VDH und auch CfbrH hat die Zuchtbedinungen vom blue merle Collie aber klar definiert.

Ein Collie Langhaar in dem Farbschlag Bluemerle, welcher nach der Vorgabe eines VDH zuchtbuchführendes Vereines gezüchtet wurde, weist das blue merle Gen in heterozygoter (=mischergbig) Form auf. Heterozygot bedeutet, dass der Hund zwei verschiedene Erbanlagen hat = 1x  merle Gen + 1x nicht merle Gen.

Eine Verpaarung in homozytogener (=reinergbig) ist von der Zuchtordnung her ausgeschlossen und wird auch nicht gestattet. Bei einer homozytogenen Verpaarung weist der Hund zwei mal die gleiche Erbanlage auf. In diesem Fall wären beide Genstränge für die Farbe merle. Hunde, welche ein homozytogenes Merle Gen aufweisen leiden häufig an Blind - und / oder Taubheit. Diese Art von Zucht fällt unter die Qualzucht.

Bei Collie Langhaar darf der Blue Merle ausschließlich mit der Farbe Tricolour verpaart werden, da auch der Sable das merle Gen versteckt tragen könnte. Ein blue merle farbender Collie aus einer VDH Zuchtbuchstätte ist somit immer heterozytogen und weist somit keine gesundheitlichen Einschränkungen auf.

Weitere Informationen zum Erbgang vom blue merle Gen finden Sie auch hier: Quelle Veveto